Was macht ein gutes Logo aus? 6 Kriterien, die du beachten solltest

Das Logo ist eines der wichtigsten und am häufigsten eingesetzten visuellen Elemente einer Marke. Es erscheint auf der Website, in den sozialen Medien, auf der Visitenkarte, auf Verpackungen, auf dem Firmenschild oder sogar als winziges App-Icon.

Genau deshalb muss ein Logo weit mehr leisten, als einfach nur gut auszusehen.

Ein gutes Logo ist wiedererkennbar, in ganz unterschiedlichen Situationen einsetzbar, passt zum Charakter des Unternehmens und hält auch langfristig stand.

1. Halte es einfach und leicht wiedererkennbar

Ein großer Teil der bekanntesten Logos ist überraschend schlicht.

Das hat einen guten Grund: Einfache Formen lassen sich leichter erkennen und merken.

Packst du zu viele kleine Details, unterschiedliche Formen, Farben oder visuelle Ideen in ein einziges Logo, verliert es schnell seinen Charakter. In kleiner Größe verschwinden solche Details ohnehin meist vollständig.

Einfachheit bedeutet allerdings nicht, dass ein Logo langweilig sein muss.

Das Ziel ist vielmehr eine klare, gut erkennbare visuelle Idee, die auch ohne überflüssiges Beiwerk funktioniert.

2. Lass es zum Charakter des Unternehmens passen

Ein Logo muss nicht für sich allein gefallen, sondern zur jeweiligen Marke passen.

Eine Anwaltskanzlei, eine Kindermodemarke und ein Kreativstudio verlangen eine völlig unterschiedliche Anmutung.

Formen, Farben und Typografie helfen gemeinsam dabei, diesen Charakter zu formen.

Ein gutes Logo vermittelt schon im ersten Moment einen Eindruck davon, mit welcher Marke man es zu tun hat. Es muss die Tätigkeit des Unternehmens nicht wörtlich abbilden, sollte aber die passende Stimmung transportieren.

3. Es muss in klein und in groß funktionieren

Ein Logo erscheint selten nur in einer einzigen Größe.

Es kann als wenige Zentimeter große Grafik auf der Visitenkarte stehen, als winziges Profilbild erscheinen oder als mehrere Meter breites Firmenschild.

Deshalb solltest du beim Gestalten immer prüfen, ob es in verschiedenen Größen lesbar und wiedererkennbar bleibt.

Ein sehr detailreiches Emblem kann in großer Ausführung beeindrucken, auf dem Smartphone aber schnell zu einem unkenntlichen Fleck werden.

4. Es soll auch in Schwarz-Weiß stark bleiben

Farben können ein wichtiger Teil des Markenauftritts sein, doch ein gutes Logo muss auch ohne sie funktionieren.

Es kann sein, dass es im Schwarz-Weiß-Druck, als Gravur, als Stempel oder als einfarbige Grafik eingesetzt werden muss.

Funktioniert ein Logo ausschließlich wegen seiner Farben, führt das in bestimmten Anwendungen zu Problemen.

Deshalb lohnt es sich, die einfarbigen Varianten schon während der Gestaltung zu prüfen.

5. Folge nicht nur den aktuellen Trends

Designtrends verändern sich ständig.

Was heute hochmodern wirkt, kann in wenigen Jahren veraltet aussehen. Ein Logo muss die zeitgenössische Bildsprache natürlich nicht völlig ignorieren, sollte aber nicht ausschließlich um einen aktuellen Trend herum gebaut sein.

Das Ziel ist vielmehr ein Erscheinungsbild, das auch nach Jahren noch glaubwürdig wirkt.

Ein gutes Logo lässt sich mit der Zeit selbstverständlich verfeinern oder modernisieren, die Grundidee muss aber auch langfristig tragen.

6. Mach es zum Teil eines größeren Systems

Das Logo ist wichtig, ergibt allein aber noch kein vollständiges Corporate Design.

Den Auftritt eines Unternehmens bestimmen die Farben, die Typografie, die Bildsprache und viele weitere visuelle Elemente gemeinsam.

Beim Logo-Design solltest du deshalb immer mitdenken, wie es später mit dem gesamten Corporate Design zusammenspielt.

Ein starkes Logo versucht nicht, sämtliche Informationen in ein einziges grafisches Element zu pressen. Es liefert vielmehr einen stabilen Ausgangspunkt, auf dem die gesamte visuelle Kommunikation der Marke aufbauen kann.

Es muss nicht allen gefallen

Die Beurteilung eines Logos ist naturgemäß zum Teil subjektiv. Dass es allen gleichermaßen gefällt, ist aber kein sinnvolles Ziel.

Viel wichtiger ist, dass es das Unternehmen angemessen repräsentiert, dessen Zielgruppe anspricht und sich in die gesamte Marke einfügt.

Ein gut gestaltetes Logo mag einfach wirken, dahinter stehen jedoch zahlreiche bewusste Entscheidungen.

Form, Proportion, Farbe, Typografie und Anwendbarkeit formen gemeinsam das Zeichen, das später zum visuellen Erkennungsmerkmal eines ganzen Unternehmens werden kann.